Fristlose Kündigung wegen fehlender Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Kündigung wegen fehlender AU-Bescheinigung

Ein Arbeitnehmer hatte in seinem Arbeitsvertrag eine Regelung, wonach er bereits am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit verpflichtet war, dem Arbeitgeber eine entsprechende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) vorzulegen. Der Arbeitnehmer weigerte sich, dieser Regelung Folge zu leisten, woraufhin der Arbeitgeber dieses Verhalten mit einer Abmahnung entgegnete. Als der Arbeitnehmer dann bei einer erneuten Arbeitsunfähigkeit kein Attest vorlegte, kündigte ihm der Arbeitgeber fristlos.

Fristlose Kündigung gerechtfertigt

Die Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers wurde vom LAG Rheinland-Pfalz in zweiter Instanz abgewiesen. Das Gericht in Mainz hielt die entsprechende zum Einen die vertragliche Klausel zur frühzeitige Attestvorlage am ersten Tag für gültig und zum Anderen die Kündigung am Ende für wirksam. Denn der Arbeitgeber hatte den Arbeitnehmer zudem zunächst abgemahnt und durfte daher im Wiederholungsfall eine fristlose Kündigung aussprechen. Der Arbeitnehmer habe durch seine Verweigerungshaltung nämlich wiederholt hartnäckig gegen seine vertraglichen Pflichten verstoßen.

LAG Rheinland-Pfalz, 19.01.2012, Az: 10 Sa 593/11

Für wir-sind-arbeitsrecht.de geschrieben von

Christian Hundertmark, Fachanwalt für Arbeitsrecht Bochum

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