“Geschäftsführer gesucht” in Stellenanzeige benachteiligt Frauen – Entschädigungsanspruch 13.000,00 Euro

Kann ich da Schadenersatz wegen Diskriminierung bekommen?

Diese Frage schieben die meisten Fachanwälte für Arbeitsrecht gerne bei Seite, weil meistens keine wirkliche Rechtliche Handhabe sehen und die Arbeitsrichter schnell von AGG-Hopping sprechen.

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen es sich lohnt, die Sache durchzuziehen:OLG HH

Das Oberlandesgericht Karlsruhe musste sich mit einer Stellenanzeige befassen, die ausdrücklich auf einen männlichen Bewerber um eine Geschäftsführerstelle warb. Diese Nachlässigkeit kam das Unternehmen teuer zu stehen:

Eine Bewerberin erhielt eine Absage und meldete sofort Entschädigungsansprüche nach dem AGG an. Das Landgericht wies die Klage noch ab.Aber in der zweiten Instanz vor dem Oberlandesgericht bekam die abgewiesene Bewerberin eine Entschädigung i.H.v. 13.000 Euro statt. Das Gericht sah einen Anspruch auf Entschädigung aus §§ 15, 7, 2 Abs. 2 Nr. 1, 1 AGG i.H.v. 13.000 Euro als gegeben an.

OLG Karlsruhe PM vom 16.9.2011

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Gefunden und geschrieben von:

Arbeitsrecht Wandsbek

Dirk Breitenbach

Dirk Breitenbach
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