Überstunden inclusive – bei gut bezahltem Job in Großkanzlei ja!

Die Frage, ob Überstunden mit dem Gehalt pauschal abgegolten sind, kann man so beantworten: Grundsätzlich sind Überstunden zusätzlich zum Gehalt zu bezahlen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht allerdings eine Ausnahme entschieden:

Wer in einer Großkanzlei arbeitet, leistet Überstunden auf eigenes Risiko. Das hat jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden. Bei einem Bruttogehalt von 70.000 oder 80.000 Euro im Jahr bestehe nach Kündigung durch die Sozietät kein nachträglicher Vergütungsanspruch für Überstunden. Das gelte auch dann, wenn sie in der Hoffnung geleistet worden seien, die in der Annahme beruht, eine mögliche spätere Aufnahme in die Partnerschaft zu fördern. Das BAG zeigte sich in seinem Urteil zunächst arbeitnehmerfreundlich. Die häufig in Arbeitsverträgen zur Anstellung von Anwälten verwendeten Klauseln zur pauschalen Abgeltung von Mehr- und Überarbeit hält das Gericht für eine rechtswidrige AGB. Anschließend bietet das Gericht den Arbeitgebern jedoch einen Ausweg: Werden die angestellten Anwälte mit einem herausgehobenen Gehalt vergütet und wie potentielle Partner behandelt, müssen Überstunden nicht extra bezahlt werden.Foto 19.08.13 16 35 26

BAG – Überstunden des angestellten Anwalts in Großkanzlei auf eigenes Risiko

Fazit: Ab einem Gehalt von 70.000 Euro kann man sich nicht mehr sicher sein, dass Überstunden extra bezahlt werden.

Peter Petry – Fachanwalt für Arbeitsrecht

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