Befristung

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Eine Befristung eines Arbeitsvertrages ist gegeben, wenn der Arbeitnehmer mit einem auf bestimmte Zeit geschlossenem Arbeitsvertrag beschäftigt wird. Ob die Befristung kalendarisch, nach der Art, dem Zweck oder der Beschaffenheit der Arbeitsleistung bestimmt ist, ist unbeachtlich.

Ohne einen sachlichen Grund darf ein Arbeitsvertrag nicht ohne weiteres befristet werden. Das Gesetz nennt einige Beispiele: Wichtigste Gründe sind die Befristung zur Erprobung und die Befristung aufgrund eines nur vorübergehenden betrieblichen Bedarfs, wie im Falle einer Krankenvertretung. Ist ein sachlicher Grund objektiv nicht gegeben, ist die Befristung über eine Dauer von zwei Jahren nicht zulässig. Ausnahmen gelten aber für Unternehmensgründer.

Ohne die Zustimmung des Arbeitnehmers kann der Arbeitgeber nicht nach Vertragsschluss einseitig den Vertrag befristen. Dies kann mit einer Änderungskündigung erreicht werden. Sonst bleibt dem Arbeitgeber nur die Möglichkeit der Kündigung offen.

Liegt eine unrechtmäßige Befristung vor, so kann der Arbeitnehmer geltend machen, dass die Befristung seines Arbeitsvertrages rechtsunwirksam ist. In diesem Falle muss er binnen drei Wochen nach dem vereinbarten Ende des befristeten Arbeitsvertrages eine so genannte Befristungskontrollklage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben, vgl. § 17 Satz 1 TzBfG.