Steuern

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Auch Steuern spielen im Arbeitsrecht für Arbeitgeber eine große Rolle, denn Arbeitgeber zahlen nicht nur den Lohn des Arbeitnehmers, sondern haben daneben auch noch bestimmte Lohnnebenkosten.

Grundsätzlich sind deutsche Arbeitgeber zunächst verpflichtet, bei jeder Gehaltszahlung an den Arbeitnehmer die Lohnsteuer an das zuständige Finanzamt abzuführen. Wie hoch die Abgaben für die Lohnsteuer sind lässt sich anhand des Lohnes und der Steuerklasse anhand bestimmter Tabellen oder elektronischer Berechungsprogramme errechnen. Je nach Höhe der Abgaben ist die Lohnsteuer dabei monatlich, vierteljährlich oder jährlich an das zuständige Finanzamt abzuführen.

Über das Onlineportal Elster erhält der Arbeitgeber bei einer elektronischen Registrierung ein elektronisches Zertifikat, was es ermöglicht die Lohnsteuer auf elektronischem Wege abzuführen. Fällig wird die Lohnsteuer dabei spätestens am 10. Tag des Folgemonats. , Neben der Lohnsteuer muss der Arbeitgeber allerdings auch noch den Solidaritätszuschlag und eventuell auch die Kirchensteuer einbehalten und später an das Finanzamt abzuführen. Die Kirchensteuer muss der Arbeitgeber selbstverständlich nur abführen, wenn der entsprechende Arbeitnehmer kirchensteuerpflichtig ist.

Zu den Lohnnebenkosten zählen allerdings neben der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer auch die Sozialabgaben, die der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer leisten muss und damit und somit den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen trägt. Zu den Sozialversicherungen zählen dabei die gesetzliche Rentenversicherung, die gesetzliche Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Zusammengenommen beläuft sich der Anteil der Sozialversicherungen auf knapp 42%. Der Anteil der Sozialabgaben muss dabei direkt vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen werden und an die entsprechenden Sozialversicherungsträger weitergeleitet werden. Der Arbeitgeber hat dabei die Aufgabe zu prüfen, ob der Arbeitnehmer überhaupt versicherungspflichtig ist, da sich der Arbeitnehmer eventuell selbst versichern kann (beispielsweise private Krankenkasse). Weiterhin muss der Arbeitgeber die Beiträge korrekt errechnen und abführen und die Zeiträume bestimmen, für die die Beiträge abgeführt werden müssen.

Arbeitgeber sollten allerdings unbedingt beachten, dass beispielsweise im Falle von Werksstudenten nur eine Beitragspflicht für die Rentenversicherung besteht. Seit 2013 sind auch die so genannten 450- Euro Jobs zumindest rentenversicherungspflichtig. Eine Befreiungsmöglichkeit für Arbeitnehmer von der Rentenversicherungspflicht gibt es seitdem nicht mehr.

Arbeitgeber sollten zudem die Besonderheiten bei Praktikanten und Auszubildenden beachten.